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Berlin, KI und die Frage, die mir zu wenig Bühne bekam
Letzte Woche Big Bang Festival in Berlin. Zwei Tage, über 10.000 Menschen, mehrere Bühnen. Und trotzdem hat es sich an keiner Stelle nach Messehalle angefühlt. Das ist die erste Überraschung. Ein Event dieser Größe, das familiär bleibt. Man kann sich treiben lassen, an einer Bühne hängen bleiben, zwei Gespräche später in einer ganz anderen Ecke landen. Genau dafür fährt man hin. Man trifft Menschen wieder, die man lange nicht gesehen hat. Und merkt bei einem kurzen Kaffeeschn
Dirk Kedrowitsch
vor 5 Tagen2 Min. Lesezeit


Die Erbauer streiten, ob KI uns umbringt. Dabei entscheidet gerade jemand ganz anderes
Es war eine Woche, in der ich zweimal den Atem agehalten habe. Erst kündigt ein Anthropic-Forscher öffentlich, weil sein Arbeitgeber und OpenAI angeblich „mit unseren Leben spielen". Dann meldet sich sein Alignment-Chef, also der Mann, der genau das verhindern soll, und schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass KI uns alle umbringt, auf über 10 Prozent. Das habe ich bei CBS gelesen und erst gedacht, das sei ein Übersetzungsfehler. War es nicht. Ein dritter Kollege kündigte kurz da
Dirk Kedrowitsch
18. Sept.3 Min. Lesezeit


95 Prozent aller KI-Piloten scheitern. Gut so.
95 Prozent der KI-Pilotprojekte in Unternehmen liefern keinen messbaren Ergebnisbeitrag. Das sagt keine Beraterfolie. Das sagt das MIT, nach 150 Interviews mit Entscheidern und der Analyse von 300 Projekten (State of AI in Business 2025). Der Reflex auf so eine Zahl ist vorhersehbar. Weniger experimentieren, sorgfältiger planen, erst mal eine Strategie schreiben. Genau falsch! Was Sandy Pentland schon lange weiß Sandy Pentland erforscht am MIT seit Jahrzehnten, wie gute Ideen
Dirk Kedrowitsch
2. Aug.3 Min. Lesezeit


KI scheitert nicht an den Leuten. Sondern an starren Regeln.
Monopoly. Feste Felder, feste Reihenfolge, würfeln, ziehen, warten. Wer Pech hat, sitzt drei Runden im Gefängnis und schaut zu. So fühlen sich KI-Initiativen in vielen Unternehmen an. Oben die Ansage, alle mögen bitte mutiger experimentieren. Unten vier Freigabestufen, ein Jahresbudget und ein Lenkungsausschuss, der quartalsweise tagt. Und dann Verwunderung, dass keiner zieht. Die Leute sind nicht das Problem. Das Spielbrett ist es. Das Brett gewinnt immer Menschen verhalten
Dirk Kedrowitsch
1. Aug.2 Min. Lesezeit


Der trügerische Charme von KI-Outputs: Warum überzeugende Ergebnisse gefährlicher sind
Ein KI-Output, der offensichtlich falsch ist, richtet selten Schaden an. Wer Unsinn liest, wird misstrauisch und prüft nach. Das eigentliche Risiko sitzt woanders: bei den Ergebnissen, die plausibel klingen, sauber formatiert sind und board-tauglich wirken. Genau die schalten die Prüfung ab. Der Mechanismus ist simpel. Je überzeugender die Oberfläche, desto geringer die Bereitschaft, dahinter zu schauen. Ein Bericht sieht professionell aus, also übernimmt man ihn. Dass darin
Dirk Kedrowitsch
25. Juli1 Min. Lesezeit


Der Notruf auf hoher See: Warum radikale Veränderungsprozesse in der Marketingkommunikation unerlässlich sind
Ein Notruf klingt nach Panik. Ist aber das Gegenteil. Er ist die nüchterne Entscheidung, dass Weitermachen wie bisher keine Option mehr ist. Kurs halten wäre der Fehler, nicht das Umsteuern. Genau da steht Marketingkommunikation heute. Nicht im Untergang, aber in Gewässern, für die die alten Seekarten nicht mehr taugen. Wer weiter nach der alten Karte navigiert, läuft nicht in den Sturm. Er läuft in die Bedeutungslosigkeit. Leiser als ein Sturm, aber genauso teuer. Die alte K
Dirk Kedrowitsch
1. Juni3 Min. Lesezeit


KI soll Change Management retten. Dabei war Change nie ein Werkzeugproblem.
KI soll jetzt also auch das Change Management revolutionieren. Bessere Analysen, personalisierte Kommunikation, Schulung auf Knopfdruck. Klingt gut. Löst nur das falsche Problem. Denn Veränderung scheitert selten an fehlenden Tools. Sie scheitert an Menschen, die nicht mitgehen. Und dagegen hilft kein Chatbot. Erst mal eine Zahl entsorgen Sie kennen sie: „70 Prozent aller Change-Projekte scheitern." Steht in jeder Berater-Präsentation. Belegt ist sie nicht. Die Spur führt zu
Dirk Kedrowitsch
12. Mai3 Min. Lesezeit


Nintendo macht alles falsch. Und verdient Milliarden.
Das iPhone in deiner Tasche hat eine höhere Auflösung als die neue Switch 2. Während Sony und Microsoft ihre Konsolen mit den teuersten Chips vollstopfen, setzt Nintendo auf »bewährte Technik, die gut genug ist«. Trotzdem campieren in Tokio hunderte Menschen vor den Stores! E-Commerce Seiten sind überlastet. Reihenweise melden sich Menschen krank, um zu den ersten Besitzern der neuen Switch 2 zu gehören. Das nennt Nintendo »laterale Innovation«. 136 Jahre alt. Von Spielkarten
Dirk Kedrowitsch
3. Apr.1 Min. Lesezeit
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